von Erika Muhsik
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19. Februar 2026
Am Wochenende war die Judo Gemeinschaft Uelzen am Samstag und Sonntag aktiv unterwegs. Während sechs Judoka der Einladung der Landestrainerin Andreas Goslar nach Hannover folgten, kämpfte die U21 weiblich bei den Norddeutschen um die Qualifikation zu den Deutschen Einzelmeisterschaften im März in Potsdam. Das Judo Nachwuchstraining wird in Niedersachsen seit vielen Jahren mehrmals im Jahr in verschiedenen Regionen angeboten. NJV-Jugendtrainerin Andreas Goslar und ihr Trainingsteam waren dieses Mal in Hannover auf der Matte aktiv. Über 110 Nachwuchsjudoka aus ganz Niedersachsen den Weg. Es starteten krankheitsbedingt nur fünf Judoka von der Judo Gemeinschaft Uelzen und ein Mädchen vom TuS Ebstorf in Begleitung der Heimtrainer Rolf und Erika Muhsik von der JG. Spielerisch wird sich immer in einer Trainingseinheit (2 Std.) aufgewärmt. Nach turnerischen Elementen folgten Schrittfolgen, und Griffaufbau zur Wurftechnik, wie zum Schulterwurf. Das sollten die Kids bei anschließenden Standkämpfen (Randoris) auch gleich umsetzen. Nach der Pause wurde in der zweiten Trainingseinheit der sogenannte Tölzer-Umdreher geübt. Es ist eine bekannte und effektive Judo-Bodentechnik, die besonders als Übergang vom Stand zum Boden oder gegen einen Gegner in der Bankposition eingesetzt wird. Sie wurde maßgeblich durch den deutschen Schwergewichts-Judoka Andreas Tölzer bekannt. Beim Üben stellte sich heraus das es gar nicht so einfach ist verschiedene Dinge dabei zu beachten. Anschließend fanden sechs Boden-Randoris (Übungskämpfe) je drei Minuten statt. Immer mit anderen Partnern, die Auswahl war ja groß genug. Alle Judoka waren danach ausgepowert, aber glücklich so einen anstrengenden Lehrgang absolviert zu haben. Nun heißt es die gelernten Techniken im Verein weiterzuentwickeln. Am Sonntag ging es bei den Norddeutschen richtig zur Sache, schließlich stand die die Fahrkarte zu den Deutschen im Mittelpunkt. Die Gewichtsklassen waren nicht so voll besetzt, aber die Teilnehmerinnen hatten es in sich. Von der Judo Gemeinschaft Uelzen hatte sich Sophie Wagner (63kg) als Niedersachsenmeisterin qualifiziert. Aufgrund der sehr guten Leistungen/Erfolge wurde Emelie Wagner (70kg) direkt ohne Qualifikation vom Niedersächsischem Judoverband zu den Norddeutschen gesetzt. Dort stand sie nach einem Freilos gleich im Halbfinale. Die Bundeskaderathletin aus Nienhagen Marley Garland, erfolgreich auch international unterwegs, war an dem Tag von Emelie nicht zu schlagen. Emelie griff immer wieder aktiv an und drängte Garland in die Defensive. Erst in der Verlängerung nach vier Minuten Kampfzeit machte die Uelzenerin einen Fehler den Garland für sich im Bodenkampf ausnutzte. In der Trostrunde ließ Emelie dann aber nichts mehr anbrennen und besiegte die sonst sehr stark kämpferische Praed aus Oldenburg in der ersten Minute mit Uchi-Mata (Schenkelwurf) vorzeitig. Die Fahrkarte nach Potsdam war dann mit dem 3. Platz und Bronze geschafft. Im Auftaktkampf stand Sophie Wagner gleich der Hamburger Meisterin, und zwei Jahre älteren Greta Eckmann, gegenüber. Sophie attackierte wiederholt mit ihrem Spezialwurf Uchi-Mata. Konnte sich aber in den vier Minuten Kampfzeit nicht erfolgreich durchsetzen. Durch einen Patzer rutschte sie in einen Haltegriff, aus dem sie sich nicht befreien konnte. Nun ging es in der Trostrunde weiter. Dort wartete Julia Klingebiel, VFL Grasdorf (5. Platz DEM U18), die auch von Greta Eckmann in die Trostrunde geschickt wurde, auf sie. An dem Tag kam Sophie mit dem sehr aktiven, und dem aggressiven Kampfstil ihrer Gegnerin nicht zurecht. Durch eine Unachtsamkeit im Bodenkampf verlor sie mit einem Haltegriff. Die erst 17jährige Uelzenerin zeigte alles in allem eine sehr gute kämpferische Leistung in der U21.